Zurück
zum Inhaltsverzeichnis
Grundkonzepte
- Grundsätzlich können Roboter nach dem KI- Ansatz ( Künstliche
Intelligenz )
- oder nach dem KL- Ansatz (
Künstliches Leben ) gestaltet sein.
- KI- Roboter haben ein
möglichst komplettes Abbild ihrer Umwelt und eine
- möglichst vollständige Tabelle mit Verhaltensmustern
für jeden möglichen
- Umwelteinfluß im Speicher vorrätig.
- Der Programmieraufwand ist relativ hoch und eine
vollständige Abdeckung der
- Umweltbedingungen eher unwahrscheinlich. So kann, wenn
überhaupt, lediglich
- der Zustand der Roboterumwelt zum Programmierzeitpunkt in
den Speicher geladen
- werden. Jede unerwartete Umweltveränderung führt in der
Regel zu
- unkontrolliertem Verhalten des Roboters.
- Gelingt es jedoch, eine weitestgehend abgeschlossene
Umwelt für die Maschine
- zu erzeugen, so können unerwartete Bedingungen
größtenteils ausgeschlossen
- werden und der Roboter ist " vordefiniert
lebensfähig ".
- Für die allermeisten industriellen Fertigungsprozesse
ist der KI- Ansatz
- völlig ausreichend und bewährt.
- KL- Roboter hingegen
verfügen über einen Vorrat relativ einfacher
Grundregeln,
- die je nach Umweltreflexion einzeln oder zusammen zur
Aktion kommen und einen
- recht flexiblen Typ Maschine " leben " lassen.
- Ein Beispiel : Jäger- Beute
Simulation
- Bedingungen :
- Der Jagdroboter kann seine Geschwindigkeit v variieren.
- Er registriert über Sensoren ständig den Aufenthaltsort
der Beute und erfaßt
- den aktuellen Abstand l.
- Regel 1: Gehe stets auf die
Beute zu !
- Regel 2: Wenn Du auf ein
Hindernis triffst, so weiche aus !
- Regel 3: Wenn sich l
vergrößert, so erhöhe v !
- Diese 3 recht einfachen Grundregeln reichen in Ihrem
Zusammenspiel aus, um in
- unterschiedlichsten Umwelten das Ziel zu erreichen, ohne
daß die aktuelle
- Umwelt mit all Ihren Bedingungen im Voraus im Einzelnen
bekannt war.
- Der Roboter kann recht flexibel in der jeweiligen Umwelt
agieren.
- Jedoch darf eine Eigenschaft von KL- Robotern nicht
außer acht gelassen
- werden. Die Aktionsgrundregeln einer solchen Maschine
sind recht einfach und
- berechenbar definiert. Wie aber gestaltet sich das
Verhalten eines solchen
- Roboters im Zusammenspiel dieser Grundregeln ? Es treten
neue, nicht immer
- vorausberechenbare Eigenschaften auf. Dieses Verhalten
von KL- Systemen
- bezeichnet man als Emergenz .