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Inhaltsverzeichnis
Emergenz
- Emergentes Verhalten von Robotern ist durchaus gewollt,
ja letztlich ist es
- Ziel, einfache Grundaktionen so zu definieren, daß sie
im Zusammenwirken zu
- Eigenschaften führen, die nur mit hohem Programmier- und
Konstruktionsaufwand
- als explizite Eigenschaft zu realisieren wären. Es
zeichnet KL- Systeme
- geradezu aus, daß sie zwar relativ einfach aufgebaut,
jedoch für die
- verschiedensten Umweltanforderungen gewappnet sind.
- Mitunter aber können emergente Eigenschaften nicht
akzeptiert werden.
- Ein Beispiel:
- Ein Streichholz und eine
Streichholzschachtel.
- Jedes der beiden Grundelemente hat für sich genau
definierte Eigenschaften wie
- Größe, Gewicht, stoffliche Zusammensetzung usw..
- Die Summe beider Elemente des Systems ist jedoch weit
mehr, als die Summe der
- Abmaße, der Gewichte und der enthaltenen Stoffe.
Streicht man das Zündholz an
- der Reibefläche, so entzündet es sich, eine
Eigenschaft, die keines der beiden
- Elemente allein besitzt. Doch neben dieser gewünschten
emergenten Eigenschaft
- der Feuerbereitung ergibt sich auch die unerwünschte
Eigenschaft der
- Selbstzerstörbarkeit, dann nämlich, wenn das brennende
Holz nach dem
- Zündvorgang in unmittelbarer Nähe der Schachtel
verbleibt.
- Das Zusammenspiel mehrerer einfacher Systemkomponenten
bringt völlig neue
- Eigenschaften hervor - EMERGENZ
-.
- Bei der Konstruktion von KL- Robotern ist es das Ziel,
emergentes Verhalten
- auf möglichst effizientem Wege zu erreichen, jedoch kann
nie ausgeschlossen
- werden, daß auch unkontrollierte Aktionen und
Eigenschaften Ergebnis des
- Zusammenspiels sein können, emergentes Verhalten zu
Fehlfunktionen oder gar
- zur Zerstörung eines Systems führen kann.