Benutzer: gast • Besitzer: didaktik • Zuletzt geändert am: 2010/11/04 00:42:22

Darstellung von Verschlüsselungsverfahren

CÄSAR - Code

Beim Verschlüsseln mit dem Cäsar-Code notiert man unter dem Klartextalphabet (KTA) das Geheimtextalphabet (GTA).
Das GTA ist im einfachsten Fall eine Verschiebung des KTA um eine bestimmte Anzahl von Stellen. Sender und Empfänger müssen nur die "Verschiebungszahl" vereinbaren. Im folgenden Beispiel wurde das GTA um 4 Stellen gegenüber dem KTA verschoben.
 
 

KTA:
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
GTA:
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
A
B
C
D
Die Verschlüsselung erfolgt nun vom KTA zum GTA. Man sucht den zu verschlüsselnden Buchstaben im KTA und notiert den darunterstehenden Buchstaben des GTA.

                                            Sender:

D A S I S T G E H E I M
H E W M W X K I L I M Q
Beim Entschlüsseln geht man den umgekehrten Weg. Man sucht im GTA den zu entschlüsselnden Buchstaben und notiert den darüberstehenden Buchstaben des KTA.

                                            Empfänger:

H E W M W X K I L I M Q
D A S I S T G E H E I M
Dieses Verfahren ist aber nicht sehr sicher. Ein Angreifer müßte max. nur 26 Möglichkeiten probieren, um den Geheimtext zu entschlüsseln. Er würde das GTA jedesmal um eine Stelle verschieben und prüfen, ob sich ein sinnvoller Text ergibt.

Um die Sicherheit zu erhöhen, kann das GTA in beliebiger Folge unter dem KTA notiert werden. Dann müssen Sender und Empfänger das gesamte GTA austauschen. Hier müßte jetzt der Angreifer 26! Möglichkeiten probieren, um den Text durch probieren zu lösen. Nutzt er eine statistische Methode um den Geheimtext zu "knacken", gelangt er schnell ans Ziel, da jeden gleiche Buchstabe im Geheimtext (z.B. das E) aus dem gleichen Buchstaben im KTA (im Beispiel I) entstand.
Damit dieses statische Analysieren scheitert, nutzte man den Vigenère-Code.


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