Der Traum vom Fliegen
Schon im
Mittelalter hatten sich Menschen theoretisch mit dem Gedanken des Fliegens
beschäftigt, so etwa der englische Naturphilosoh Roger Bacon (1219 bis 1294).
Ihm, der sich mit Mathematik, Astronomie und Sprachen befaßte, kommt das
Verdienst zu, dass er zumindest in seiner Vorstellung schon die ballonfahrt
voraus. Solche Forschungen blieben jedoch sehr verschommen. Etwa um die gleiche
Zeit jedoch, als der Magie Dr. Faustus mit seinen sagenhaften Flugversuch das
öffendliche Interesse auf sich zog, gab es in Italien einen Forscher, der mit
großem techn. Verständnis an die Aufgabe ging, als Mensch wie ein Vogel zu
fliegen: Leonardo da Vinci (1452 - 1519). Er war nicht nur Erfinder und
Wissenschaftler, sondern auch Architekt, maler undBildhauer. Er konstruierte
erst Flugapperate, und für ihn stand fest: Wenn man die Geheimnisse des Fliegens
ergründen will, muss man sich zuerst einmal mit dem Vogelflug und den Strömungen
der Luft beschäftigen. Um 1493 rekonstruiete er zwar ein Schwingenfluggerät mit
dem Namen Vogel, die Flügel aber, die sollten mit Muskelkraft bewegt werden.
Gebaut hat Leonardo da Vinci dieses Gerät ebensowenig wie die von ihm entworfene
Luftschraube,
eine Art Hubschrauber oder seinen Fallschirm. Erst Sir
George Cayley, der als "Vater der Aeronamik" in die Fluggeschichte einging
konnte rechnerisch nachweisen, dass auch Maschienen die schwerer als Luft sind,
sich gut durch die Luft bewegen können, wenn sie von der Luft angeströmt werden.
Also entwarf er einen Verbrennungsmotor der das Fluggerät vorwärtsziehen sollte.
Aus Kostengründen musste jedoch auf Benzin verzichtet werden. Einen Aufschwung
dagegen erlebten Fluggeräte ohne Motor, die leichter als Luft waren. So stellte
Michael Lomonssow 1754 das Modell eines Hubschraubers der Akademie
Wissenschaften Russlands vor. Berichten zu folge soll das einem kaxial Rotor
ausgestattet Modell im Fesselflug gefogen sein. Sein Antrieb bestand aus Federn,
ähnlich denen in einem Uhrwerk. Lomonossow wollte den Hubschrauber nutzen, um
seine Messinstrumente in die Höhe steigen zu lassen. Das Projekt weckte jedoch
kein besonderes Interesse und deshalb wurde weitere Forschung eingestellt. Der
erste sichere histrorische Beweis für ein frei fliegendes Hubschraubermodell
stammt aus dem Jahr 1784, als am 28.April die beiden Franzosen Launoy und
Bienvenu ihr Modell im Saal der akademie der Wissenschaften Franfreichs
vorführten. Das Modell bestand aus einen Schaft, an dessen Enden je ein
Propeller aus vier Vogelflügelfedern, in einem Korken leicht angestellt,
eingesteckt waren. Der Antrieb erfolgt durch spannung eines Bogens. Das Modell
erhob sich bei der Vorführung über die Köpfe der Anwesenden und Fiel, nachdem
die Spannung des Bogens nachgelassen hatte, herab. Der Schweizer Uhrmacher Jakob
degen baute in Wien ein Hubschraubermodell mit zwei gegenläufigen Zwei- Blatt
Luftschrauben. Im Juni 1817 führte er es öffendlich im Wiener Prater vor, dabei
soll es angeblicheine Höhe von 160m erreicht haben. Der Antrieb erfolgt über ein
Uhrwerk, nachdem es abgelaufen war, öffnete sich ein fallschirm, und es sank zu
Boden.
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