Benutzer: gast • Besitzer: mthomas • Zuletzt geändert am: 2010/11/04 00:54:38

"Zehn Fragen, zehn Antworten

Wie groß wird der neue Flughafen? Parallel zur bereits vorhandenen Start-und Landebahn des heutigen Flughafens Schönefeld entsteht im Abstand von 1.900 m eine weitere, südlich gelegene Bahn. Mit Inbetriebnahme des BBI wird die jetzige Nordbahn geschlossen. Zwischen den beiden Bahnen liegt das neue Terminal und der Abfertigungsbereich mit Straßen- und Schienenanbindung. Die Flughafenfläche wird rund 1.500 ha betragen.

Wann wird der Flughafen fertig? Der BBI wird 2007 seinen Betrieb aufnehmen.

Wie komme ich schnell zum neuen Flughafen? Der neue Flughafen verfügt über eine optimale Verkehrsanbindung. Über die verlegte sechsspurig ausgebaute Bundesautobahn A113 gelangt man künftig direkt vom Flughafen zur Stadtautobahn A100 und zum Berliner Ring. In den unterirdischen Terminalbahnhof können ab 2007 modernste Züge einfahren. Neben IC, ICE, Interregion und Regionalbahn für nationale und internationale Verbindungen verkehren S-Bahn und der Airport-Shuttle (Fahrzeit maximal 20 Minuten bis Lehrter Bahnhof) für die schnellen regionalen Anbindungen.

Wie laut wir es? Zur Darstellung des Fluglärms haben die Flughafenplaner Lärmbelastungszonen errechnet. Diese zeigen die Mittelungspegel für das Flugaufkommen im Jahr 2007 und für die Endausbaustfe. Die genaue Bestimmung dieser Zonen dient auch als Grundlage für die noch festzulegende Lärmschutzmaßnahmen und Entschädigungsleistungen. Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt hat außerdem Maximalpegel für alle betroffenen Ortslagen errechnet. Mit diesen Daten ist eine Bestimmung des maximal möglichen Fluglärms für jeden Betroffenen möglich.

Wieviele Starts und Landungen wird es geben? Die technische Kapazität der zwei vorgesehenen Start- und Landebahnen liegt bei 360.000 Flugbewegungen pro Jahr. Diese Zahl bedarf allerdings einer Erläuterung, da nicht jede Flugbewegung jeden Anwohner betrifft. Gestartet und gelandet wird gegen den Wind auf zwei Bahnen. Es ist deshalb in der Regel richtig, die Flugbewegungszahl zu vierteln. Ein Beispiel bei erreichen der maximalen Kapazität (voraussichtlich im Jahr 2030): Von 8.00 bis 9.00 Uhr treten 70 Flugbewegungen auf. Für die Ortsanlage Marlow bedeutet das ca. 20 Überflüge (Starts und Landungen je nach Windrichtung).

Gibt es neue Arbeitsplätze? Ja, der Gesamtbeschäftigungseffekt von BBI für die Region wird bei Erreichen seiner maximalen Ausbaustufe bei rund 100.000 jobs liegen. Dazu zählen Arbeitssplätze am Flughafen sowie bei Dienstleistern und Zulieferern im Flughafen-Umfeld. Diese Schätzewerte basieren auf der aktuellen Arbeitsstättenerhebung an den Berliner Flughäfen sowie den Verkehrsprognosen für den BBI. Gemäß der Faustformel "1 Million Passagiere pro Jahr schaffen 1.000 Arbeitsplätze" werden bis zur Eröffnung des BBI 2007 rund 6.500 direkte Arbeitsplätze in Schönefeld entstehen, bis 2030 weitere 12.000. Zudem werden durch den Bau des BBI tausende von Arbeitskräften im Baugewerbe benötigt.

Wie verlaufen künftig die An- und Abflugschneißen? Die An- und Abflugschneisen des Flughafens BBI oritieren sich in wieten Bereichen an der bereits heute bestehenden Luftraumsituation. Neu ist die parallel geführte, unabhängig zu befliegende zweite Start- und Landebahn im Süden des Flughafens. Im direkten Umfeld dieser neuen Start- und Landebahn werden zukünftig auch Gemeinden betroffen sein, die bisher noch nicht direkt überflogen wurden.

Wer bezahlt den Bau des neuen Flughafens? Der Bau des Flughafens BBI soll zwischen sechs und acht Millarden Mark kosten. Angesichts leerer Haushaltskassen will die Öffentliche Hand private Investoren am Ausbau beteiligen. Zwischen 75 und 100 Prozent der Flughafen-Holding und vom BBI sollen an private Unternehmen verkauft werden, die auch einen entsprechenden Anteil der Ausbaukosten tragen müssen. Die Verkehrsanbindung des neuen Flughafens ist weiterhin eine Angelegenheit der Länder und des Bundes.

Warum wird der neue Flughafen nicht in Sperenberg gebaut? Bereits 1996 haben die Länder berlin, Brandenburg und der Bund die Standortentscheidung für den BBI in Schönefeld getroffen. Die Entscheidung ist Teil des so genannten Konsensbeschlusses, der auch die Privatisierung der drei Berliner Flughäfen und die Schließung von Tegel und Tempelhof beinhaltet.

Was geschieht mit den Flughäfen Tegel und Tempelhof? Auch hier hat der Konsensbeschluss Regelungen vorgesehen: Nach Vorliegen eines gerichtsfesten Planstellungsbeschlusses soll 2002 der Flughafen Tempelhof geschlossen werden. Tegel wird mit der Inbetriebnahme des BBI 2007 seinen Betrieb einstellen. Dieser Schritt ist notwendig, da die innerstädtischen Flughäfen nicht ausbaufähig sind und der Flugverkehr der Region Berlin- Brandenburg auf einen Flughafen konzentriert werden soll."

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