
Am 30.November 1939 griffen dreissig russische Divisionen die Grenze Finnlands an und entfachten so den finnisch-sowjetischen Winterkrieg. Die Sowjets griffen lediglich im Norden mit einigen wenigen Einheiten aus Leningrad an. Doch sowohl dort, wie auch an der nach dem finnischen Felnmarschals benannten Mannerheimlinie stiessen die sowjetischen Soldaten auf einen unerwarteten Widerstand. Dabei wurden die Finnen insbesondere durch die spezifischen Gelaendebedingungen ( Waelder, Seen, Moraeste, Unwetter und Schneegestoeber ) in ihrer Verteidigung beguenstigt. Zu Beginn des Jahres 1940 nahm der finnisch-sowjetische Winterkrieg eine Wendung zu ungunsten des skandinavischen Staates.Die sowjetischen Truppen hatten ihre Divisionen verstaerkt und brachen im Februar durch die Mannerheimlinie. Der Norden Europas blieb weiter Hauptschauplatz der weiteren, von Deutschland ausgeloesten Kriegsereignisse. Noch bevor Hitler - wie eigentlich geplant - die westlichen Staaten angriff, liess er durch ein kombiniertes See-, Luft- und Landunternehmen am 9.April 1940 gleizeitig daenemark und Norwegen besetzen.Daenemark hatte ohne die Hilfe Englands keine Chance gegen die deutschen Panzerangriffe und gab widerstandslos auf.
Noch waehrend der Kampfhandlungen zwischen Norwegen, das inzwischen von englischen Verbaenden unterstuetzt wurde, und dem deutschen Reich erfolgt am 10. Mai die deutsche Offensive im Westen.
Auch Belgien konnte dem ueberraschenden Vorstoss nur wesentlich standhalten und wurde am 28.Mai zur Aufgabe gezwungen.Waehrend die deutschen Truppen immer weiter gegen die belgischen, franzoesischen und englischen Divisionen vorruecken konnten, zogen sich die im Norden stationierten englischen und franzoesischen Verbaende nach Duenkirchen zurueck, wo sie bald von den deutschen Verbaenden eingekesselt wurden.Mit der Einnahme Duenkirchens endete die erste Phase des Westfeldzuges.Hitler wollte Frankreich vom Sueden aus angreifen und damit die zweite Phase der Westoffensive einleiten.
Nach dem Durchbruch der "Waygand-Linie" und der ungehinderten Einnahme der Staedte Orleans und Paris am 14. Juni 1940, erreichten die Truppen Hitlers ueber die Loire die schweizer Grenze.Von dort aus rueckten sie in Richtung Nordosten vor und durchbrachen die suedliche Maginotlinie, die bis dahin Hoffnungstraeger der franzoesischen Defensivstrategie gewesen war.Innerhalb von knapp zwei Wochen war Frankreich besiegt.Am 10.Juni war auch Italien an die Seite Deutschlands in den Krieg eingetreten, nahm aber bis zu diesem Zeitpunkt, als der neue franzoesische Regierungschef Henri Philippe Petain die Bitte um einen Waffenstillstand am 17.Juni 1940 aufsetzte, nur geringfuegig an den Kampfhandlungen teil.
Das Waffenstillstandsabkommen wurde am 22.Juni unterzeichnet und fuehrte zur Teilung Frankreichs.Mit der Niederlage Frankreichs und dem Rueckzug Englands hatte Hitler im Prinzip ein grosses Ziel, naemlich die Vorherrschaft in Europa, erreicht und damit die Vrraussetzung fuer sein weiteres Vorruecken im Osten geschaffen.
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