Hollerith ist der Erfinder der Lochkarten als Datenspeicher für statistische und kaufmännische Zwecke. Im Jahre 1880 hatte Hollerith die Gelegenheit, an der 10. Amerikanischen Volkszählung mitzuarbeiten. Am eigenen Leibe konnte er dadurch erfahren, wie zeitraubend und geistestötend das manuelle Auswerten von statistischen Daten sein kann.

Das brachte ihn auf den Gedanken alle statistischen Daten der Bevölkerung auf Pappkarten in Form von verschlüsselten Lochkombinationen zu übertragen. Hollerith ordnete alle Erhebungsdaten, wie z.B. Alter, Familienstand, Kinderzahl und Religion, auf der Karte ein bestimmtes Feld zu. Für die Lochung der Karten standen besondere Stanzapparate zur Verfügung.

Hollerith-Lochkarte von der 11. US-Volkszählung, 1890, unbedruckt Lochkarte der IBM mit 80 Lochplatten, Anordnung der Ziffern (Lochspalten) durch Hollerith, 1886