Ein Gehilfe des Webers, der Ziehjunge, arbeitete nach seiner Anweisung, indem er Kettfädenbündel hochzog oder wieder lockerte. Die Jacquard-Maschine hat genau diese Arbeit des Ziehjungen mechanisiert und sie dadurch überflüssig gemacht. Die Maschine war an jeden Handwebstuhl anzubringen und beschleunigte das Arbeitstempo in der Musterweberei so sehr, daß durch Überproduktion die Preise sanken und die Lyoner Weber dagegen in einem Aufstand Widerstand leisteten.

Seit mehr als einem Menschenalter haben Lochkartenmaschinen in der Wirtschaft aller Länder Eingang gefunden. Sie sind heute zu einem abrechnungstechnischen Hilfsmittel geworden, das kaum mehr wegzudenken ist.
Die Aufgaben eine für maschinelle Bewegung nicht zu große und zu schwerfällige Karte mit einer Einteilung zu schaffen, welche die Unterbringung ungezählter, theoretisch nahezu unendlich vieler Kombinationen gestattet, ist von dem Schöpfer des Lochkartenverfahrens, Dr. Hermann Hollerith, so vollendet gelöst worden, daß bis heute keine Verbesserung gefunden werden konnte.
Alle Angaben des Buchungsbeleges werden auf der Hollerith-Lochkarte in Zahlen ausgedrückt, die bei der Ausstellung des Beleges aus einem Schlüssel (für Konten, Waren, Kunden, Materialien usw.) entnommen werden.