Der am 22. Februar 1788 in Danzig geborene Philosoph Arthur Schopenhauer, greift den Rationalismus der klassischen deutschen Philosophie sehr stark an. Er behandelt in seiner irrationalen und pessimistischen Philosophie, die Welt sei Ausdruck des blinden, sinnlosen Wirkens eines mystischen, ewig unbefriedigten Willens, als den er das „unerkennbare Ding an sich" Kants enträtselt zu haben glaubt. Der selbst nicht rational erfaßbare Wille bestimmt nach Schopenhauer auch den Intellekt des Menschen, „die Welt als Vorstellung". Wie alles Geschehen, sei auch das menschliche Leben sinnlos, ein unendliches Leisen, dem man sich nicht widersetzen könne. Nur wenige Auserwählte vermögen sich ihm sich durch Weltflucht zu entziehen. Schopenhauers reaktionäre, pessimistische Lehre, die zunächst keinen Widerhall fand ist jetzt zur bürgerlichen Modephilosophie geworden, weil sie die Stimmung derjenigen, die unter den deutschen Zuständen leiden, widerspiegelt. Arthur Schopenhauer verfasste 1819 „Die Welt als Wille und Vorstellung" und 1813 „Über die vierfache Wurzel des Satzes von zureichenden Grunde".

 

Der Philosoph Arthur Schopenhauer