Friedrich Engels wurde 1820 in Barmen, in einer wohlhabenden protestantischen Familie geboren. Seine Jugend wurde stark von dem radikalen Dichter Heinrich Heine und dem Philosophen G.W.F. Hegel beeinflußt. Ab 1839 veröffentlichte Engels kleine literarische und philosophische Arbeiten. Um 1842 neigte sich Engels der kommunistischen Gedankenwelt zu. In diesem Jahr lernt Engels auch Karl Marx kennen. Engels fertigte eine Studie zur politischen Ökonomie an und schrieb Beiträge für den „Northern Star" und andere Publikationen. Engels ist der Überzeugung, daß Politik und Geschichte nur durch die wirtschaftliche Entwicklung einer Gesellschaft erklärt werden können. Die sozialen Notstände unserer Zeit beruhen auf der Anhäufung des Privateigentums. Er vertritt die Meinung, daß eine Verbesserung der sozialen Situation nur in den Klassenkampf einer kommunistischen Gesellschaft mündet. Seine Studie „Die Lage der arbeitenden Klasse", in der er diese Überzeugung weiter führte, begründete seinen Ruf als revolutionären Politökonom.

1844 besuchte Engels Marx in Paris, der in seinen Werken mit ihm sympathisierte. Die beiden Männer stellten viele Gemeinsamkeiten in ihren Auffassungen fest und beschlossen, in Zukunft zusammenzuarbeiten. Engels beschäftigt sich außerdem noch mit der Mathematik, der Anthropologie, den Militärwissenschaften und den Sprachen.

Neben seinen Beiträgen zur Literatur und Theorie des Marxismus nahm Engels aktiv am Aufbau der revolutionären Bewegung teil. Nach Ausbruch der Revolution in Deutschland in diesem Jahr gingen Engels und Marx nach Köln, wo sie eine kommunistische Zeitung herausgaben.

Nach dem Scheitern der Revolution ging Engels zurück nach Manchester und wurde Teilhaber einer Weberei.

N. S.

 

Friedrich Engels

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