Wie lernen Lehrer Lehrerverhalten?
Es gehört zu den pädagogischen Selbstverständlichkeiten "Unterrichten und Erziehen" als zentrale Merkmale der beruflichen Tätigkeit von Lehrern zu bezeichnen. Unterrichten und Erziehen gelten dabei als getrennte Tätigkeiten. Man geht davon aus, dass die Möglichkeit besteht, willentlich Schwerpunkte in die eine bzw. andere Richtung zu setzen. Die überragende Bedeutung des sozial-kommunikativen Verhaltens von Lehrerinnen und Lehrern gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern wird auf diese Weise kaum deutlich.
Sozialkommunikatives Lehrerverhalten beeinflusst Leistungen und Wohlbefinden
Unabhängig davon, ob sie dies beabsichtigen, und gleichgültig, ob sie
eher den unterrichtlichen oder eher den erzieherischen Aspekt im Auge haben,
vollzieht sich die Tätigkeit von Lehrerinnen und Lehrern in der Klasse
immer über die verbale und nonverbale Interaktion mit den Schülerinnen
und Schülern. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass es weder für Schüler
noch für Lehrer gleichgültig ist, wie diese Interaktion aussieht. Um nur
einige Beispiele zu nennen: Prüfungsangst von Schülern steht in Zusammenhang
mit beim Lehrer erlebter Strenge und Leistungsdruck (vgl. Pekrun/Helmke
1991, S.48). In Klassen mit negativem Klima haben Schüler deutlich weniger
Selbstachtung, weniger Erfolgszuversicht, mehr Leistungsangst und erleben
sich als hilfloser als in Klassen mit positivem Klima. Das Klassenklima
wiederum wird in starkem Maße vom Interaktionsverhalten des Lehrers beeinflusst
(vgl. Jerusalem/Schwarzer 1991, S. 122-127).
Lehrerverhalten wirkt sich auch im Leistungsbereich aus. Schüler von
Lehrern mit so genannter "individueller Bezugsnormorientierung" (die Leistung
wird am individuellen Fortschritt gemessen) haben weniger Furcht vor Misserfolg
und sind weniger prüfungsängstlich. Sie entwickeln bessere motivationale
Voraussetzungen für den Umgang mit Leistungssituationen, ein besseres Selbstkonzept
eigener Fähigkeit und weniger Schulunlust (vgl. Rheinberg/Krug 1993, S.
29-35; Zielinski 1995). Wichtig ist: Die individuelle Bezugsnormorientierung
des Lehrers äußert sich nicht nur in bestimmten Erklärungsmodellen und
Unterrichtsarrangements, sondern vor allem über sein Interaktionsverhalten
(vgl. Rheinberg/Krug 1993).
Auf der Lehrerseite scheint der alltägliche Umgang mit Schülern ein
kritisches Moment darzustellen. Dies äußert sich in Klagen über die (vermeintliche)
Zunahme von Verhaltensstörungen (vgl. Ulich 1996). Bei Berufsanfängern
tragen Schwierigkeiten im konkreten Umgang mit Schülern zu deutlichen Einstellungsänderungen
bei (vgl. Dann u.a. 1978). Aus der Sicht erfahrener Lehrer machen Probleme
in der Interaktion mit Schülern einen wesentlichen Faktor beruflicher Belastung
aus (vgl. Redeker 1993, S. 89-110; Gerwing 1994; Ulich 1996, S. 110-130).
"Erfolgreiche" Lehrer, deren Schüler wenig stören, gut mitarbeiten und
gute Leistungen zeigen, zeichnen sich neben der Fähigkeit, Unterricht logisch
aufzubauen, durch Interaktionsformen aus, die bereits in den 70er Jahren
von Baumrind als "autoritativ" bezeichnet wurden. (vgl. Zumkley-Mündel
1984): Sie vereinen wertschätzendes und einfühlsames Verhalten den Schülern
gegenüber mit klaren Verhaltensregeln, deren Einhaltung möglichst ohne
Strafen sichergestellt wird (vgl. Mayr u.a. 1991; Gruehn 1995). Diese Fähigkeit
zu angemessenem Interaktionsverhalten dient nicht nur den Schülern, auch
die Lehrer selbst profitieren davon: Sie sind viel zufriedener mit ihrem
Beruf als weniger erfolgreiche Lehrer (vgl. Mayr u.a. 1991). Der Erwerb
günstiger Verhaltensweisen während der Ausbildung scheint allerdings keine
Selbstverständlichkeit zu sein. Bei Umfragen zu Fortbildungswünschen stehen
Themen an vorderer Stelle, die im weitesten Sinne den Umgang mit Schülern
betreffen (vgl. Schönig 1990, S. 35-60).
Was und wie können Lehrer in Lehrertrainings lernen?
In den 70er Jahren begann man in der BRD vermehrt, Lehrertrainings
zur Verbesserung sozial-kommunikativer Fähigkeiten und Verhaltensweisen
durchzuführen (vgl. Pallasch u.a. 1992). Lehrertrainings unterscheiden
sich von anderen praxisbezogenen Veranstaltungen wie Schulpraktikum oder
Unterrichtsmitschau, bei denen es um das konkrete Erleben, Ausprobieren
und "Nachahmen" von Unterricht geht. "Trainings definieren sich dadurch,
dass sie mit spezifischen Methoden ausgewählte Oualifikationsmerkmale zielgerichtet
über praktisches Handeln erlernen lassen." (Pallasch u.a. 1992, S. 9) Die
im Training verwendeten Methoden werden nicht willkürlich eingesetzt, sondern
rechtfertigen sich vor einem bestimmten theoretischen Hintergrund (vgl.
Jürgens 1983).
Die Mehrzahl der Lehrertrainings beschränkt sich nicht auf das Einüben
von Verhalten, sondern bemüht sich auch um die Beeinflussung intrapsychischer
Prozesse wie Wahrnehmung, Einstellungen, subjektive Erklärungsmodelle usw.
Außerdem werden häufig vor dem Hintergrund des jeweiligen theoretischen
Trainingskonzepts und in an die Belange des Trainings angepasster Form
theoretische Erkenntnisse über Zustandekommen und Wirkung von Interaktionsverhalten
sowie dessen Stellenwert im Unterricht vermittelt (vgl. Jürgens 1983).
Auffällig ist die Vielzahl unterschiedlicher Trainingskonzepte. Dies
erklärt sich zum einen aus dem Bezug auf unterschiedliche theoretische
Ansätze, zum anderen tragen unterschiedliche Zielsetzungen zur Vielfalt
der Trainingskonzepte bei (vgl. Reimers 1992; Jürgens 1983). Die wenigsten
Trainingsverfahren wurden gezielt für die Ausbildung von (zukünftigen)
Lehrern entwickelt. Man übernahm stattdessen für andere Zwecke oder Zielgruppen
entwickelte Verfahren zur Beeinflussung von Persönlichkeit und/oder Verhalten
entweder direkt oder passte sie den Belangen des Lehrerberufs an (vgl.
Reimers 1992; Jürgens 1983, 1986). Es gibt mehrere Versuche, die sehr unterschiedlichen
Lehrertrainingsansätze in irgendeiner Weise zu systematisieren (vgl. Jürgens
1983; Reimers 1992). Bestimmte Kriterien tauchen dabei wiederholt auf:
Die häufigsten Trainingskonzepte im Überblick
Der folgende Überblick über wichtige Richtungen des Lehrertrainings
ist mit Sicherheit nicht vollständig. Er soll - orientiert an den oben
angegebenen Kriterien - knapp über Zielsetzung und Vorgehensweise der häufigsten
Trainingskonzepte in ihrer idealtypischen Ausprägungsform informieren.
In der Reihenfolge werden die Trainingsansätze nach dem Schwerpunkt ihrer
theoretischen Orientierung geordnet.
Gruppendynamische Trainings
Der Anstoß für die Entwicklung gruppendynamischer Trainings kam ursprünglich
aus dem Bemühen, sozialpsychologische Erkenntnisse für das Verständnis,
die Anleitung und Organisation von Prozessen in tatsächlich existierenden
sozialen Gruppen nutzbar zu machen (vgl. Bradford u.a. 1972). In der Folge
entwickelte sich dieser Trainingsbereich zu einer außerordentlichen Heterogenität,
was die theoretische Orientierung, die Zielsetzung und die verwendeten
Methoden angeht (vgl. Fengler 1975). Die zu Beginn bestehende theoretische
Orientierung an empirisch sozialpsychologischen Ansätzen wurde sehr bald
erweitert durch die Aufnahme psychoanalytischer Traditionen (vgl. Horn
1972). Damit erweiterte sich die Zielsetzung zwangsläufig von der Betonung
der Berufsorientierung zur stärkeren Berücksichtigung von Prozessen, die
der individuellen Persönlichkeitsentwicklung und/oder der Bewältigung von
Problemen dienen können. Anfänglich wurden in gruppendynamischen Trainings
überwiegend Übungen eingesetzt, die sozialpsychologische Experimente abwandelten,
um für die Teilnehmer Gruppenprozesse erfahr- und einsehbar zu machen.
Die Erweiterung des Methodenrepertoires erfolgte eher eklektisch und folgte
mehr den Vorlieben einzelner Trainer als theoretischen Vorannahmen oder
empirischen Befunden. Aus den unterschiedlichsten therapeutischen, psychologischen
und pädagogischen Bereichen wurden Verfahren herangezogen, von denen man
annahm, dass sie den Gruppenprozess und/oder einzelne Teilnehmer in ihrem
Verhalten und Denken beeinflussen könnten. (Eine Ausnahme, so wohl was
die theoretische Geschlossenheit als auch die kriterienorientierte Verwendung
von Methoden betrifft, bilden die so genannten "Sozialpsychologischen Trainings"
in der Tradition von Vorwerg 1971 und Schmidt 1984.)
Gemeinsam ist allen gruppendynamischen Trainings, dass sie neben der
Veränderung von Verhalten immer auch die Beeinflussung intrapsychischer
Prozesse anstreben, insbesondere eine Sensibilisierung der Wahrnehmung
von Gruppen und Interaktionsprozessen. Gruppendynamische Lehrertrainings
spiegeln die für diese Trainingsform typische Heterogenität wider. Ihre
Spannweite reicht von Veranstaltungen ohne engeren Bezug auf die berufliche
Tätigkeit von Lehrern, deren Schwerpunkt auf der individuellen Persönlichkeitsentwicklung
liegt, der Förderung von Autonomie und Selbstverwirklichung, bis zum gezielten
Einsatz entsprechend abgewandelter gruppendynamischer Arrangements zur
Verbesserung der Kommunikation mit Schülern, Eltern und Kollegen. Insgesamt
findet sich in diesem Bereich ein hoher Anteil eher unspezifisch ausgerichteter
Trainingsformen. Abbildung 1 auf Seite 36 fasst die Schwerpunkte dieser
Trainingsform noch einmal zusammen.
| Theorie | Unspezifisch vs. Spezifisch | Persönlichkeit vs. Beruf | Verhalten vs. Verarbeitung | |
| Sozialpsychologie, Psychoanalyse | Große Spannweite: gruppentherapieähnliche Arrangements bis zu speziellen Lehrertrainings; Überwiegen unspezifischer Formen | Großer Anteil persönlichkeitsorientierter Veranstaltungen | Schwergewicht auf Wahrnehmungs- und Verarbeitungsprozessen; Verhaltensänderung in zweiter Linie |
Abbildung 1: Schwerpunkte gruppendynamischer Trainings
| Theorie | Unspezifisch vs. Spezifisch | Persönlichkeit vs. Beruf | Verhalten vs. Verarbeitung |
| Lerntheorie | Verbesserung beruflicher Fähigkeiten | Für die Ausbildung von Lehrern entwickelt | Verhaltensänderung |
Abbildung 2: Schwerpunkte des Microteaching
| Theorie | Unspezifisch vs. Spezifisch | Persönlichkeit vs. Beruf | Verhalten vs. Verarbeitung |
| Behavioristische und kognitive Lerntheorie | Übernahme von Methoden und Vorgehensweisen der Verhaltenstherapie in den schulischen Kontext | Verbesserung beruflicher Fähigkeiten, vor allem zur Verminderung von Problemsituationen | Verhaltensänderung; Änderung von inneren Bewertungen |
Abbildung 3: Schwerpunkte von Trainings in Verhaltensmodifikation
| Theorie | Unspezifisch vs. Spezifisch | Persönlichkeit vs. Beruf | Verhalten vs. Verarbeitung |
| Humanistische Psychologie (Rogers, Tausch/Tausch) | Menschenbild und theoretisches Konzept wie in nondirektiver Gesprächspsychotherapie (GT); Übertragung von Elementen und Ausbildungsmethoden der GT | Relevante Interaktionsstrategien und Menschenbild werden als generell hilfreich angesehen. | Veränderung von Menschenbild und Verhalten |
Abbildung 4: Schwerpunkte des Erfahrungstrainings
| Theorie | Unspezifisch vs. Spezifisch | Persönlichkeit vs. Beruf | Verhalten vs. Verarbeitung |
| Gestalttherapie | Übertragung des Konzeptes und der Vorgehensweise der Gestalttherapie in den pädagogischen Kontext | Bessere Wahrnehmung "eigener Anteile" an Interaktionsprozessen - eher persönlichkeitsorientiert | Schwerpunkt auf Wahrnehmungs- und Einstellungsänderung |
Abbildung 5: Schwerpunkte des gestaltpädagogischen Lehrertrainings
| Theorie | Unspezifisch vs. Spezifisch | Persönlichkeit vs. Beruf | Verhalten vs. Verarbeitung |
| Kommunikationstheorie, Konstruktivismus, kognitive Lerntheorie | Ursprünglich therapeutischer Ansatz; versteht sich als übergreifendes Modell zur Persönlichkeitsentwicklung | Persönliche Förderung vor allem der kommunikativen Fähigkeiten und Fertigkeiten | Schwerpunkt auf Wahrnehmungs- und Analysefähigkeiten, Kommunikationsverhalten |
Abbildung 6: Schwerpunkte des NLP-Trainings
Lerntheoretisch orientierte Konzepte
Ganz anders verhält es sich mit Trainings, die an lerntheoretischen
Konzepten orientiert sind. Hier lassen sich zwei Formen unterscheiden.
* Das Microteaching ist die einzige Trainingsform, die gezielt
für den Einsatz in der Lehreraus- und -fortbildung entwickelt wurde (vgl.
Voß 1987). Es stützte sich ursprünglich explizit auf behavioristische Lerntheorien
und zielte ausdrücklich auf den Erwerb beruflich relevanter Fähigkeiten
ab. Nach den Prinzipien Modelllernen, Lernen in kleinen Schritten und Verstärkungslernen
sollte angemessenes Lehrerverhalten systematisch eingeübt werden. Komplexe
unterrichtliche Handlungsstrategien werden in möglichst einfache Fertigkeiten
("skills") zerlegt. Der Lernprozess folgt dann immer dem gleichen Muster:
Der jeweilige Skill wird zunächst durch ein reales, auf Video aufgezeichnetes
und/oder symbolisches Modell (schriftliche Beschreibung) präsentiert. Dann
führt ihn der übende Teilnehmer in einer reduzierten (weniger Schüler,
kürzere Zeitspanne), einer echten (wirkliche Schüler) oder einer simulierten
(Mitstudierende, Kollegen als "Schüler") Unterrichtssituation durch. Die
Übungssituation wird auf Video aufgezeichnet und anschließend vorgeführt.
Dies ermöglicht unmittelbare Selbst- oder Fremdverstärkung, wenn der infrage
stehende Skill angemessen realisiert wurde.
Die Teilnehmer können, wenn nötig, die Übungssituation (und das anschließendeVideo-Feedback)
wiederholen. Sie sollen so lange üben, bis sie den jeweiligen Skill gut
beherrschen. Eine komplexe Handlungsstrategie wird aufgebaut, indem die
zur Strategie gehörenden einzelnen Skills schrittweise nacheinander eingeübt
werden. Zwar liegt bei dieser Trainingsform das Schwergewicht eindeutig
auf der Beeinflussung und Veränderung beobachtbaren Verhaltens, innere
Verarbeitungsprozesse werden jedoch insofern beeinflusst, als zur schriftlichen
Darstellung der Skills nicht nur eine Verhaltensbeschreibung, sondern auch
Ausführungen über deren Stellenwert innerhalb einer komplexen Handlungsstrategie
und ihre Bedeutung für den Unterricht gehören. Natürlich gibt es diese
Trainingsform inzwischen in Abwandlungen und Erweiterungen mit Elementen
aus anderen Trainingskonzepten. Das an psychologischen Lerntheorien orientierte
Grundmuster ist jedoch im Allgemeinen gut zu erkennen (siehe Abbildung
2).
* Trainings in Verhaltensmodifikation entstammen dem Bereich
der klinischen Psychologie. Vorgehensweisen der Verhaltenstherapie wurden
zur Bewältigung unterrichtlicher Probleme herangezogen, wobei Hauptansatzpunkt
der Umgang mit schwierigen Schülern war. Der theoretische Hintergrund ist
sehr viel breiter als beim Microteaching. Verhaltenstherapie orientierte
sich in ihren Anfängen zwar auch an behavioristischen Lerntheorien, integrierte
aber im Verlauf der Zeit auch so genannte "kognitive" Theorieansätze. Diese
beschreiben menschliches Lernen als Prozess, in dem die Vermittlung äußerer
Reize durch innere Verarbeitung eine herausragende Rolle spielt. Das Methodenrepertoire
beschränkt sich daher auch nicht auf Verfahren zum Verstärkungs- und Modelllernen,
sondern schließt die Beeinflussung innerer Bewertungsprozesse, Problemlösestrategien,
Verfahren zur Selbstkontrolle usw. mit ein (vgl. Deutsche Gesellschaft
für Verhaltenstherapie1986).
Bei der Anwendung verhaltenstherapeutischer Verfahren im pädagogischen
Kontext wurden Lehrer zunächst als "Mediatoren" eingesetzt. Experten (Therapeuten)
entwarfen Interventionsprogramme zur Veränderung des Verhaltens von Problemschülern.
Aufgabe des Lehrers war es, unter Begleitung durch den Experten die Vorgaben
eines solchen Programms in der schulischen Praxis umzusetzen. Sehr schnell
zeigte sich, dass Lehrer nur dann gut kooperierten, wenn sie zumindest
mit einem Minimum an Informationen über die lerntheoretischen Grundlagen
versehen und Verhaltensstrategien wie differenzielle Verstärkung usw. auch
eingeübt wurden (vgl. Cramer u. a. 1972). Später ging man dazu über, Lehrer
in der selbstständigen Anwendung verhaltenstherapeutischer Methoden im
Unterricht zu schulen: Dies geschah meistens in Form eines Theorieblocks
zu Grundlagen und Methoden der Verhaltensmodifikation, gefolgt von einem
Anwendungsteil, währenddessen (unter Supervision) ein konkretes Veränderungsprogramm
im Unterricht durchgeführt wurde, welches nun auch Veränderungen beim Lehrer
mit einschließen konnte (vgl. Redlich/Schley 1978; Hepke 1983).
Trainings in Verhaltensmodifikation zielen darauf ab, Lehrer bei der
Bewältigung beruflicher Probleme zu unterstützen, und konzentrieren sich
daher auf in der Schule auftretende Schwierigkeiten von Lehrern und Schülern.
Neuerdings werden auch Prinzipien der kognitiven Verhaltenstherapie herangezogen,
um Lehrer zu einem generell sozial kompetenteren beruflichen Handeln zu
befähigen (vgl. Jürgens 1998 und siehe Abbildung 3).
Das Erfahrungstraining
Das "Erfahrungstraining" von Tausch und Tausch bezieht sich auf die
Erziehungspsychologie der beiden Autoren und geht in letzter Konsequenz
auf die humanistische Psychologie im Sinne von Carl Rogers' nondirektiver
Gesprächspsychotherapie zurück (vgl. Tausch/Tausch 1970, [1977] 1991; Rogers
1978). Diese Trainingsform ist insofern einflussreich, als Teilelemente
dieses Ansatzes sehr oft in andere Trainingskonzepte integriert werden.
In seiner ursprünglichen Form handelt es sich um ein Trainingskonzept,
welches, obwohl es teilweise mit Alltagsbegriffen operiert, die Teilnehmer
in ein sehr anspruchsvolles, vom üblichen Alltagsverhalten deutlich unterschiedenes
Gesprächsverhalten einführt. Sie können dies langfristig nur dann "konzeptgemäß"
umsetzen, wenn es ihnen auch gelingt, das dahinter stehende Menschenbild
zu verinnerlichen. Alle Menschen auch Kinder streben nach Meinung der Autoren
von sich aus danach, sich weiterzuentwickeln, und verfügen über innere
Maßstäbe und Mechanismen, welche es ihnen ermöglichen, Erfahrungen produktiv
zu verarbeiten. Hilfreiche Bedingungen in Form angemessener Interaktionsverhaltensweisen
und Einstellungen ("Haltungen") der Mitmenschen können diesen Prozess unterstützen
oder - in schwierigen Lebenssituationen - wieder neu anstoßen. Emotionale
Wertschätzung, einfühlendes Verstehen, unterstützende nicht dirigierende
Aktivitäten und Echtheit sind nach Tausch/Tausch und Rogers solche für
eine günstige psychische Entwicklung von Personen notwendigen Haltungen.
(Zukünftige) Lehrer sollen zum einen in ihrer Wahrnehmung geschult werden,
um zu lernen, was Tausch/Tausch und Rogers unter diesen Haltungen verstehen
und an welchen Kriterien man sie erkennt. Zum anderen müssen sie ein verändertes
Gesprächsverhalten erwerben, welches sich so weit wie möglich an diesen
Kriterien orientiert.
Die Methoden des Erfahrungstrainings ähneln denen der Gesprächstherapieausbildung.
Die Teilnehmer lernen anhand von Beispielsituationen, sich in Gefühle und
Wahrnehmung ihrer Gesprächspartner hineinzuversetzen. Rating-Skalen werden
zur Unterscheidung angemessenen und unangemessenen Gesprächsverhaltens
eingesetzt und in Rollenspielen mit anschließender Einschätzung trainieren
die Teilnehmer ihr eigenes Gesprächs- und Interaktionsverhalten (vgl. Graudenz
1992). Das Erfahrungstraining arbeitet zwar mit Situationen aus dem schulischen
Alltag, die vermittelten Interaktionsstrategien werden jedoch als für alle
Lebensbereiche gültig angesehen (siehe Abbildung 4).
Weitere Trainingskonzepte aus dem therapeutischen Bereich
Neben diesen schon "klassisch" zu nennenden Trainingsformen werden
seit den 80er Jahren vor allem zwei ebenfalls aus dem therapeutischen Bereich
stammende Konzepte vermehrt eingesetzt.
* Trainingskonzepte der Gestaltpädagogik gehen auf den gestalttherapeutischen Ansatz von Perls (vgl. Burow 1992; Berger 1996) zurück. Sie stützen sich auf das Methodeninventar der Gestalttherapie, stellen aber im Unterschied zu dieser nicht private, sondern berufliche Erlebnisse in den Mittelpunkt. Selbstreflexionsübungen sollen den Teilnehmern ermöglichen, ihre Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster zu untersuchen. Ihnen wird auf diese Weise deutlich, wie sie durch ihren je individuellen Wahrnehmungsfilter ihre subjektive Wirklichkeit konstruieren. Im Verlauf des Trainingsprozesses lernen sie, ihren eigenen Anteil an gelingenden bzw. scheiternden Interaktionen zu erkennen und eventuell zu ändern. Berufliche Situationen stellen zwar den Ausgangspunkt der Übungen dar, das Schwergewicht dieser Trainingsform liegt aber trotzdem im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung (siehe Abbildung 5).
* Seit Mitte der 80er Jahre hat auch das Neurolinguistische Programmieren (NLP) Eingang in Trainingsprogramme für Lehrer gefunden. Es handelt sich um eine Therapieform, deren Denkmodelle und Methoden sehr bald auch für andere Zielsetzungen genutzt wurden. Im Mittelpunkt des Interesses steht die Frage, wie sich Prozesse internaler Informationsverarbeitung in menschlicher Kommunikation und im Verhalten niederschlagen. Auffällig am Konzept des NLP ist das große Spektrum theoretischer Ansätze, auf das es sich bezieht, wobei lerntheoretische und kommunikationstheoretisch konstruktivistische Denkmuster deutlich hervortreten. In der Trainingspraxis werden speziell entwickelte Diagnose- und Wahrnehmungsmethoden kombiniert mit Vorgehensweisen vor allem aus Verhaltenstherapie und humanistischer Psychologie (vgl. Bachmann 1992). NLP-Trainings verstehen sich als ganzheitliche Konzepte, die eine große Anwendungsbreite haben und der individuellen Persönlichkeitsentwicklung dienen (siehe Abbildung 6).
Das Trainingsangebot wird den Anforderungen (noch) nicht gerecht
Von Beginn bis Mitte der 80er Jahre sah es so aus, als würden Trainings
zu einem festen Bestandteil der Lehrerausbildung werden. Ein breites Spektrum
an Trainingsansätzen entstand, Veröffentlichungen über Trainingskonzepte
und Untersuchungen zur Überprüfung ihrer Wirksamkeit nahmen zu. Aus heutiger
Sicht war dies jedoch nur eine vorübergehende "Blüte" . Die steigende Menge
an Veröffentlichungen schlug sich keineswegs in entsprechenden Angeboten
in Aus- und Fortbildung von Lehrern nieder. Im Zuge der Bemühungen um eine
stärkere Professionalisierung des Lehrerberufs konzentrierte man sich weitestgehend
auf Aspekte der Verwissenschaftlichung der Ausbildung im Sinne einer Erhöhung
des Fachwissens. Über Möglichkeiten einer Professionalisierung, was den
konkreten unterrichtlichen Vermittlungsprozess also das Interaktionsverhalten
des Lehrers angeht, machte man sich wenig Gedanken. Und so findet die Einführung
in diesen so bedeutsamen Aspekt des Lehrerberufs nach wie vor überwiegend
in Form einer "Meisterlehre" statt.
Die fehlende Integration von Lehrertrainings vor allem in die erste
Ausbildungsphase erklärt sich aber nicht nur aus einseitigen Bemühungen
um eine "wissenschaftlichere" Lehrerausbildung. Die Situation ist auch,
was die Trainingskonzepte selbst angeht, nicht unproblematisch. Die Menge
unterschiedlicher Verfahren ist sehr groß. Es fehlen systematische Ausbildungscurricula,
in denen Lehrertrainings allgemein oder gar bestimmten Formen eine spezifische
Funktion zugewiesen würde (eine Ausnahme bildet der Versuch von Thienel
1985). Man hat den Eindruck, dass sich die Entwicklung von Lehrertrainingskonzepten
nicht hinreichend an den Anforderungen von Ausbildung und/oder beruflicher
Praxis orientiert. Ausschlaggebend scheint vielmehr das jeweilige (durchaus
"Moden" unterworfene) Angebot auf dem Markt therapeutischer Verfahren zu
sein.
| Lehrer | Therapeuten | ||
| Situation | Gesellschaftlich festgelegtes; "Gegenstand": Primär: Leistungen, Lernprozesse Ferner: gesellschaftlich relevante Werteinstellungen der Klienten | "künstliche Situation"; spezifisches Arrangement (durch professionelles Selbstverständnis bestimmt); "Gegenstand": persönliche Problemsituation des Klienten | |
| Psychische Definition der Klientel | "Normal" | "bedürftig", "defizitär" | |
| Handlungsfeld | Breit; Parallelität von Handeln auf der Ebene von Wissen und Kognitionen sowie auf der Ebene sozialer Interaktion | Eng, spezifisch; überwiegend auf die sozial-emotionale Ebene bezogen | |
| Interaktion | Alltagsnah, vielfältig, komplex; in der Regel mehrere Personen | Alltagsfern, reduzierte Komplexität; in der Regel eine Person |
Abbildung 7: Handlungskontexte von Lehrern und Therapeuten
Lehrer müssen über ein besonderes Maß an alltäglichen sozialen Fähigkeiten
verfügen
Welchen Anforderungen muss ein "gutes" Lehrertraining genügen? Ergänzend
zu den Ergebnissen über die Bedeutung des Lehrerverhaltens für Leistung
und Wohlbefinden von Schülern und Lehrern soll eine sehr vereinfachte und
schematisierte Darstellung der unterschiedlichen Handlungskontexte von
Lehrern und Therapeuten zeigen, worauf es ankommt (siehe Abbildung 7).
Der Schwerpunkt der Aufgaben von Lehrern liegt in der Initiierung von
Lernprozessen, nicht in der Hilfe bei psychischen Problemsituationen. Im
Unterschied zu Therapeuten benötigen Lehrer daher keine ausgefeilten und
aufwendigen Strategien, um andere Personen bei psychischen Problemen zu
beraten und Lösungswege aufzuzeigen. Die hohen Anforderungen an Lehrer
resultieren anders als beim Therapeuten aus der Komplexität der alltäglichen
Schulsituation. Es besteht ständig die Notwendigkeit, auf zwei Ebenen (soziale
und kognitive Ebene) gleichzeitig zu agieren und nicht nur mit einer, sondern
mit mehreren Personen gleichzeitig zu interagieren. "Reibungen" und soziale
Konflikte sind in einer solchen Konstellation nicht die Ausnahme, sondern
die Regel. Um diesen "normalen" beruflichen Alltag bewältigen zu können,
brauchen Lehrer als Berufsgruppe ein besonders hohes Ausmaß an alltäglichen
sozialen Fähigkeiten: Sie müssen im sozialen Umgang mit anderen so versiert
sein, dass sie durch ihr Verhalten kognitive Prozesse bei Schülern erleichtern,
schwierige soziale Situationen entschärfen, die mögliche Entstehung von
Konflikten rechtzeitig wahrnehmen und verhindern oder dämpfen und vorhandene
Konflikte mildern bzw. zu ihrer Lösung beitragen. Und all dies sollte überwiegend
automatisiert, eingebettet in unterrichtliches Handeln geschehen können:
Lehrer müssen alltägliche Formen des sozialen Umgangs und der Konfliktlösung
professionell beherrschen und einsetzen können. Ein "gutes" Lehrertraining
sollte also das Schwergewicht auf die Vermittlung von sozialen Kompetenzen
und Konfliktlösestrategien legen. Es sollte sowohl den gezielten Erwerb
von Handlungsroutinen und deren Einbau in die alltäglichen Handlungsmuster
der Teilnehmer ermöglichen als auch Wahrnehmungs- und Analysefähigkeit
sozialer Prozesse fördern. Da unterschiedliche Personen nicht jedes Trainingskonzept
gleich gut in ihr alltägliches Handlungsmuster integrieren können, sollten
im Idealfall Wahlmöglichkeiten bestehen. Allerdings müssen dann Ziele,
theoretischer Hintergrund, Vorgehensweisen und Rahmenbedingungen der verschiedenen
Trainingsansätze in vergleichbarer Form präsentiert werden.
Wie dies in der konkreten Ausbildungspraxis aussehen kann, soll durch
das (freiwillige) Trainingsangebot für Lehramtsstudierende und Studierende
der Erziehungswissenschaft an der Technischen Universität Braunschweig
illustriert und anhand der Trainingsbogen zum Thema "Selbstverbalisationen"
mit Beispielen belegt werden (vgl. dazu die Materialseiten 39, 40und41).
Literatur
Bachmann, W.: Das Neurolinguistische Programmieren (NLP) als pädagogisches
Qualifizierungskonzept. In: Pallasch, W/Mutzeck, W./Reimers, H (Hrsg ),
a.a 0., S. 104-113.
Bandler, R./Grinder, Metasprache und Psychotherapie. Die Struktur der
Magie I. Paderborn 1981
Bandura, A.: Sozial-kognitive Lerntheorie. Stuttgart 1979
Berger, R.: NLP in der Lehrerbildung. In Heckt, D. H./Jürgens, E (Hrsg.)
Besser miteinander kommunizieren lernen. Braunschweig 1996, S. 121-132.
Burow, O.-A.: Persönliche und institutionelle Wahrnehmungsroutinen
erkennen. Trainings und Beratungskonzepte in der Gestaltpädagogik. In:
Pallasch, W./Mutzeck, W./Reimers, H (Hrsg.), a.a.O , S 133-142.
Bradford, L. P /Gibb, J.R./Benne, K. D. (Hrsg.): GruppenTraining. T-Gruppen-Theorie
und Laboratoriumsmethode. Stuttgart 1972
Cramer, M/Gottwald, P/Keupp, H (Hrsg.): Verhaltensmodifikation in der
Schule. Tübingen 1976
Dann, H.-D./Cloetta, B./Müller Fohrbrodt, G./Helmreich, R. Umweltbedingungen
innovativer Kompetenz. Stuttgart 1978
Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (dgtv) (Hrsg )/Heydm,
F /Reinecker, H /Schulte, D./Sorgatz, H : Verhaltenstherapie. Theorien
und Methoden. Tübingen 1986
Fengler, J. Verhaltensänderung in Gruppenprozessen. Heidelberg 1975
Galperin, P.J: Die Psychologie des Denkens und die Lehre von der etappenweisen
Ausbildung geistiger Handlungen. In: ders.: Untersuchungen des Denkens
in der sowjetischen Psychologie Berlin 1967
Gerwing, C : Streß in der Schule. Belastungswahrnehmung von Lehrerinnen
und Lehrern. In: Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 1-I.8/l994,
S.41-54.
Graudenz, J. : Lehrer lernen sich besser kennen. Konzeptualisierung
und Evaluation einer personenzentrierten Lehrerberatung Göttingen 1992
Gruehn, S.: Vereinbarkeit kognitiver und nichtkognitiver Ziele im Unterricht.
In: Zeitschrift für Pädagogik, H. 41/l995,S.531-554
Heckt, D. H : Professionell kommunizieren lernen. In dies./Jürgens,
E.: Anders kommunizieren lernen. Braunschweig 1996, S. 154-168. Dies. Kommunikation
im Kollegium In: GRUND-SCHULE, H.9/1997 S. 24-27
Hepke, M.: Persönliche Entwicklung im Beruf. München 1983
Horn, K. Gruppendynamik und der "subjektive Faktor". Frankfurt/M. 1972
Jerusalem, M /Schwarzer R. Entwicklung des Selbstkonzepts in verschiedenen
Lernumwelten. In Pekrun, R./Fend, H (Hrsg.): Schule und Persönlichkeitsentwicklung.
Stuttgart 1991, S. 115-130.
Jürgens, B.: Veränderungsprozesse in Lehrertrainings. Frankfurt/M.
1983 Dies.: Erhöhung der sozialen und beruflichen Kompetenzen von Lehrern
als präventive Maßnahme? In: Beck, M /Mannhaupt, G. (Hrsg.): Prävention
und Intervention bei Schulschwierigkeiten. Tübingen 1986, S. 47-57
Dies.: Abwandlungen des GSK für Zielgruppen im nicht therapeutischen
Bereich In:
Hinsch, R./Pfingsten, U (Hrsg.): Gruppentraining sozialer Kompetenzen.
Weinheim 31998, S. 142-154.
Lazarus, A.A.: Multimodale Verhaltenstherapie Frankfurt1978
Lischke, A : Der Umgang mit Konflikten als pädagogische Kompetenz (Diplomarbeit)
Braunschweig 1997
Mayr, J/Eder, F./Fartacek, F. Mitarbeit und Störung im Unterricht Strategien
pädagogischen Handelns. In Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, H
5/1991, S 43-55
Meichenbaum, D. u. a.: Toward a conceptual model of social competence.
In: Wine, J D./Smye, M. D.: Social Competence. New York 1981, p.36-60.
Pallasch, W/Mutzeck, W/Reimers, H (Hrsg.): Beratung, Training, Supervision
Weinheim/München 1992
Pekrun, R./Helmke, A. Schule und Persönlichkeitsentwicklung. Theoretische
Perspektiven und Forschungsstand. In: Pekrun, R./Fend, H (Hrsg.): Schule
und Persönlichkeitsentwicklung. Stuttgart 1991 , S. 33-56.
Redeker, S. Belastungserleben im LehrerInnenberuf. Frankfurt 1993
Redlich, A./Schley, W.: Kooperative Verhaltensmodifikation München
1978
Reimers, H Training. In: Pallasch, W./Mutzec:k, W./Reimers, H (Hrsg),a.a.O.,
S 11-16. Rheinberg, F./Krug, S. Motivationsförderung im Schulalltag Göttingen/Toronto/Zürich
1993
Rogers, C.R.: Lernen in Freiheit. Frankfurt 1978
Salter, A.: Conditioned reflex therapy New York 1949
Schmidt, J.: Training der Gesprächsführung in konflikthaltigen Partnersituationen
In: Vorwerg, M (Hrsg ) Persönlichkeitspsychologische Forschungen zur Regulation
und Modifikation individuellen Verhaltens Leipzig 1984, S. 128-153.
Schönig, W.: Schulinterne Lehrerfortbildung als Beitrag zur Schulentwicklung.
Freiburg 1990
Schulz v Thun, F.: Verhalten bei der kooperativen Konfliktregelung.
In: Fittkau, B./Müller
Wolf, H M/Schulz v Thun, F.: Kommunizieren lernen (und umlernen). Aachen
Hahn 1989, S. 370-372
Tausch, R /Tausch, A. M : Erziehungspsychologie. Göttingen/Toronto/Zürich
1970
Dies.: Gesprächspsychotherapie. Göttingen 1991
Thienel, A.: Umrisse eines Curriculums zum Training des Lehrerhandelns
auf der Grundlage einer Theorie des Lehrerhandelns aus ökopsychologischer
Sicht In: Psychologie in Erziehung und Unterricht, H.3Z/1985, S. 293-299.
Ulich, K.: Beruf Lehrer/in. Arbeitsbelastungen, Beziehungskonflikte,
Zufriedenheit. Weinheim/Basel 1996
Vorwerg, M Sozialpsychologisches Training. Jena 1971
Ders. (Hrsg ): Einstellungpsychologie. Untersuchungen der Georgischen
Schule. Berlin 1976, Vorwort des Hrsg.
Ders.: Grundlegende Probleme der persönlichkeitspsychologischen Forschung
In: ders.: Zur psychologischen Persönlichkeitsforschung (Bd. 1 ). Berlin
1978, S. 9-32
Voß, B.: Individualisierung des Lehrerverhaltenstrainings unter Berücksichtigung
differentieller Aspekte Frankfurt/M 1987
Watzlawick, P./Beavin, J H/Jackson, D.D. Menschliche Kommunikation.
Bern u. a 1990
Wolpe, J.: Psychotherapy by reciprocal inhibition. Stanford 1958
Ders.: The practice of behavior therapy New York 1973
Zielinski, W.: Lernschwierigkeiten. Stuttgart 1995
Zumkley-Mündel, C.: Freiheit und Zwang in Erziehung und Unterricht
Göttingen/Toronto/Zürich 1984
--
Anschrift der Autorin:
Prof. Dr. Barbara Jürgens
(Professur für Pädagogische Psychologie)
Andreeplatz 1, 38104 Braunschweig
--
Quelle: Praxis Schule 5-10, Heft 4/1998, S. 34-38.